Was ist Osteopathie?
Motiviert von der rein symptomatischen Behandlung
der Patienten, entwickelte der amerik. Arzt Dr. Andrew
Taylor Still vor über 120 Jahren die ganzheitliche Lehre
der Osteopathie, die nach den Gesetzen der Natur
gelehrt und praktiziert wird.
Im Unterschied zur Chiropraktik, die ihr Hauptaugenmerk
auf die Behandlung der Wirbelsäulengelenke richtet,
bezieht die Osteopathie auch die Extremitätengelenke,
die Muskeln sowie den viszeralen und kranio- sacralen
Bereich mit ein.
Die Grundlage des osteopathischen Behandlungsprinzips
basiert auf den physiologischen Bewegungsabläufen
und ihren möglichen Einschränkungen. Diese entstehen
z. B. durch Überlastung, Fehlbelastung, Entzündungen,
Narben, Stress-Situationen, falsche Ernährung.
Werden die Ursachen nicht behoben, verliert der Körper
seine Kompensationsmöglichkeit. Dies führt zur Dysfunktion
der Mikrozirkulation, die Funktionseinschränkungen
weiten sich aus und führen langfristig zu Gewebeveränderungen.
In den siebziger Jahren wurde die Osteopathie von dem
französischen Tierarzt Dr. Dominique Giniaux erstmals
auf Pferde übertragen und 1996 von den Osteopathen
Pascal Evrard und Beatrix Schulte-Wien erfolgreich in
Deutschland eingeführt.
Die vier Regeln
Aus vier Grundprinzipien entwickelte Still die Basis der Osteopathie:
Der Körper als Einheit
Alle Körpersysteme sind miteinander verbunden, bilden eine physiologische Einheit, ähnlich einem Uhrwerk: läuft nur ein Rädchen
langsamer, leidet der gesamte Mechanismus.
Abhängigkeit von Struktur und Funktion
Ist die Struktur (Anatomie) gestört, führt dies zu einer Einschränkung der Funktion (Physiologie). Das betrifft die Muskeln, Knochen,
Gelenke, Bänder und Sehnen ebenso wie die Organe.
Die arterielle Regel
Zellen und Gewebe sind nur voll funktionsfähig, wenn die Zu- und Ableitung des Blutes und der Abfluss der Lymphe geregelt
verlaufen. Durch Narben, Verletzungen und Entzündungen wird die Zirkulation eingeschränkt, es kommt zu lokalen Stoffwechselstörungen.
Die Selbstheilungskräfte
Der Körper hat die Fähigkeit, Störungen aus eigener Kraft zu regulieren. Sind diese zu massiv oder langandauernd, wird dieser
Mechanismus gestört. Über die Lösung bestehender Blockaden mobilisiert der Osteopath die körpereigenen Selbstheilungskräfte.
Wo hilft die Pferdeosteopathie?
Die entsprechenden manuellen Techniken helfen dem Pferd bei:
• andauernder Steifheit und Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
• unterschiedliche Formen der Lahmheit
• sträuben gegen das Bein aufnehmen
• einseitiger Kopfhaltung und/oder Schweifhaltung, Steifheit im Hals/Nackenbereich
• Taktfehlern in den verschiedenen Gangarten; nicht erklärbaren Verweigerungen an einem Hindernis
• nach einem schweren Sturz, um eine Veränderung der Struktur, die nicht immer gleich sichtbar ist,
zu behandeln
• Schmerzanzeichen in Ruhe und/oder nach Belastungen (Turnier!)
• Leistungstief, Leistungsschwäche
• Komplikationen beim Abfohlen
• Bewegungs- und/oder Verhaltensveränderungen, auch nach Krankheiten (beobachten!)
Behandelt wird immer zum Wohl des Pferdes, in Abstimmung mit Tierarzt, Hufschmied, Zahnarzt, Therapeuten
anderer Fachrichtungen sowie mit Besitzer und Reiter.
Pferdeakupressur
Die Akupressur ist ein bewährtes Behandlungskonzept der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Sie erhöht das Wohlbefinden, stärkt das Immunsystem und entspannt Körper, Geist und Seele.
Als Therapieunterstützung
Über die Druckmassage der Akupressurpunkte werden Verspannungen gelöst und der Energiefluss ausgeglichen.
Die Blutzirkulation wird gezielt verbessert, es gelangen mehr Nährstoffe und Sauerstoff in die unterversorgten
Regionen, Stoffwechsel-Endprodukte werden vermehrt ausgeschieden. Das Gewebe wird so entlastet und
der Heilungsprozess unterstützend angeregt.
Zur Entspannung
Es gibt viele Situationen, die ein Pferd stressen können. Entspannung braucht
das Pferd vor / nach Aufregungen, belastenden Ereignissen, übermäßigen
Anstrengungen, Situationen wie Stallwechsel, Hängerfahrten, schwierigen
Ausbildungsschritten etc.
Die immer wiederkehrenden Anspannungen, die durch diese Situationen auf
Pferd und Reiter lasten, können so gelöst und das vertrauensvolle Miteinander
gestärkt werden.
Die Einheit von Reiter und Pferd
„Der Reiter formt das Pferd“. Das ist der Wunsch eines jeden Reiters und so sollte es auch sein. Und doch gibt es immer wieder Situationen,
in denen unser Pferd einfach nicht das macht, was wir als Reiter wollen.
Warum ist das so? Alles was wir als Reiter tun, wirkt sich auf unser Pferd aus. Pferde sind äußerst feinfühlig, sie nehmen jede
Veränderung der Körperhaltung wahr, der wir uns selbst oft gar nicht bewusst sind.
Pferd und Reiter müssen harmonisch aufeinander einwirken, nur so kann das Pferd den Reiter verstehen und
seine Befehle problemlos umsetzen. Liegt bei einem der beiden eine Störung der Bewegung vor, wirkt sich
das störend auf den gesamten Bewegungsablauf aus.
Beim Reiter führen hauptsächlich Blockaden in der Lenden-Becken-Hüftregion (den drei-dimensionalen
Bewegungen des Pferderückens kann so nicht mehr optimal gefolgt werden) sowie Blockaden der Brust- und
Halswirbelsäule zu Verständigungsproblemen mit dem Pferd.
Die osteopathischen Behandlungstechniken lösen die bestehenden Blockaden von Reiter und Pferd, der
harmonische Bewegungsablauf wird wieder hergestellt und der Reiter „Eins sein mit dem Pferd.“
Beruflicher Werdegang:
1986-1989 Ausbildung zum Physiotherapeuten an der privaten Loges-Schule,
Wilhelmshaven
Weitere Ausbildungen und Zusatzqualifikationen:
Ausbildung zum Manual-Therapeuten nach dem Kaltenborn/Evjenth Konzept
Fachfortbildung „Viszerale Therapie“ bei Jean-Pierre Barral und Didier Pratt in
München
Ausbildung zum Lymphdrainage-Therapeuten an der INN-Akademie/Simbach a. Inn
Ausbildung in „Angewandter Kinesiologie“ mit den Schwerpunkten, Anti-Stress,
Mentales Training, Körperentgiftung beim IAK Freiburg
Mentaltrainer beim SV Werder Bremen und Austria Salzburg (1999-2001)
Fünfjährige Ausbildung zum Osteopathen an der IFAOP, Belgien, Standort
Leipzig
Ausbildung in Baby- und Kinderosteopathie am „Osteopathischen Zentrum für
Kinder“, Tom Esser, Berlin
Zweijährige Ausbildung zum Pferdeosteopathen bei der DIPO, Dülmen (FN-Anerkennung)
Fachfortbildung „Pferdeakupressur“, DIPO
Üben wir
uns in
Geduld,
Verständnis
und
Bescheidenheit GaWaNi Pony Boy
Behandlungsbeispiele:
Sacrum-Behandlung
Schulterblatt-Behandlung
Becken-Behandlung
Hüft-Behandlung
Preise und Termine unter 0176 - 430 23 111
oder
Durch unseren Zweitwohnsitz in Bohmstedt ( Nordfriesland ) bin ich regelmäßig in Schleswig-Holstein,
Hamburg und Niedersachsen unterwegs.